Wir fordern "Starke Kitas für starke Kinder"

In wenigen Monaten wird ein neuer sächsischer Landtag (01.09.2024) sowie Leipziger Stadtrat (09.06.2024) gewählt. Ein breites Bündnis aus Liga-Verbänden, Trägern und Gewerkschaften hat sich deshalb zusammengeschlossen, um unter dem Motto „Starke Kitas für starke Kinder“ von der neuen Staatsregierung deutlich verbesserte Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung einzufordern. Entstanden sind Forderungspapiere, die die herausfordernde Situation in den Kindertageseinrichtungen und notwendigen Maßnahmen aufzeigen.

Um auf die oft unzureichenden Rahmenbedingungen in den Kitas bei den zukünftig agierenden politischen Entscheidungsträger:innen mit verschiedenen Aktionen und Materialien aufmerksam zu machen, hat sich neben dem sachsenweiten Bündnis, das Kita-Bündnis „Starke Kitas für Leipzig“ mit über 20 freien Trägern gebildet.

Deren 3 Kernforderungen umfassen:

- Trägervielfalt aufrecht erhalten (= Vermeidung von Kita-Schließungen)

- Personalüberhang nutzen (Absenkung der Auslastungsquote auf 90% pro Kita bei gleicher Personalausstattung, um die Qualität in der Kindertagesbetreuung zu sichern)

- Kitas zu Begegnungsorten weiterentwickeln = Stärkung der Kita-Sozialarbeit als wesentliches Bindeglied zwischen den Familien und den Kitas 

Wir sind überzeugt, dass die bevorstehenden Wahlen, besonders wichtige Wahlen sein werden: Einerseits für das Kita-System in Sachsen und Leipzig, andererseits für die liberale Demokratie in unserem Bundesland. Um uns Gehör zu verschaffen, sind Materialien und Aktionen entstanden, über die wir nachfolgend informieren und Ihnen zur Verfügung stellen.

Werden Sie Teil der Kampagne und machen Sie sich stark für unsere Kitas und unsere Kinder!

Sächsische Politiker zu Besuch in unseren Kitas

William Rambow (Stadtrat Leipzig | Sprecher für Kinder und Jugend) im Kinderhaus „Naseweis“

Einblicke und Austausch unter dem Motto „Starke Kitas für starke Kinder“

Im Zuge der Kampagnen „Starke Kitas für starke Kinder“ und „Starke Kitas für Leipzig“ besuchten Mitglieder des sächsischen Landtages und des Leipziger Stadtrates lokale Kindertagesstätten, um sich ein Bild von den täglichen Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung zu machen. Diese von uns organisierten Schnuppertage ermöglichten es den Politikern, den Kitaalltag direkt zu erleben und tiefgreifende Gespräche mit den pädagogischen Fachkräften zu führen.

Oliver Fritzsche (Mitglied des sächsischen Landtages) war beeindruckt von der Empathie und dem Engagement des Teams in der Kita „Spatzenhaus“ in Markranstädt.

William Rambow (Stadtrat Leipzig | Sprecher für Kinder und Jugend) erhielt aufschlussreiche Einblicke in das Kinderhaus "Naseweis“ in Leipzig/Gohlis, die wichtige Impulse für seine politische Arbeit liefern.

Dr. Volker Külow (Stadtrat Leipzig | Sprecher für Gesundheit, Soziales und Senior:innen) konfrontierte sich mit den strukturellen Herausforderungen in der Kita "Böhlitzer Kinderland“ in Leipzig/ Böhlitz-Ehrenberg.

Weitere Besuche:
Für den 16. Mai ist der Besuch von Robert Clemen (Mitglied des sächsischen Landtages) in der Kita „Regenbogenland“ in Leipzig/Lindenthal geplant.

Kultusminister Christian Piwarz wird am 16. Mai im Rahmen seines Besuchs in Schkeuditz vom Team der Kita „Storchennest“ in Schkeuditz empfangen.

Das Feedback der Politiker verdeutlicht die Dringlichkeit, die Rahmenbedingungen in den Kitas zu optimieren, um die Betreuung und Bildung unserer jüngsten Bürger:innen nachhaltig zu fördern.

Aktionsideen für Kitas

  • Wimpelketten mit Kindern gestalten, auf denen die Kinderrechte thematisiert werden (Deko für den Eingangsbereich)
  • Straßen/ geeignete Flächen mit Straßenmalkreide gestalten
  • Sächsischen Bildungsplan in „Szene setzen“
  • viele Luftballons als Eyecatcher anbringen und mit sichtbarer Symbolik, Zeitungsartikeln etc. ergänzen
  • Elterncafés anbieten, um miteinander ins Gespräch zu kommen und über die Zusammensetzung des Personalschlüssels, Auswirkungen auf Dienstplangestaltung, Erfordernis von Öffnungszeitenkürzung etc. aufzuklären (Eltern wissen oft nicht um die Hintergründe)
  • ein Theaterstück zur Thematik spielen bzw. auch möglich: als Rollenspiel mit Figuren filmen und über den digitalen Bildschirm laufen lassen
  • bei Schriftverkehr, die Logozeile auf ihren Dokumenten/ in Mails nutzen
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